Konzept
Die LiP als dezentrale Form der Ausbildung zum Waldorflehrer versteht sich als Ergänzung zu allen bisher bestehenden Ausbildungsmöglichkeiten. Ein wesentliches Merkmal der LiP ist, dass nur das, was sich in der Praxis bewährt, was durch Praxisforschung nachvollziehbar für andere dargestellt werden kann, weiterverfolgt und entwickelt wird. Ausgehend von der Idee, dass man Lehrer nur durch direkte Praxiserfahrung werden kann, ist der primäre Ausbildungsort das Klassenzimmer. Menschen, die auf Grund ihrer Ausbildungsnachweise eine Lehrgenehmigung in Niedersachsen erhalten können, bietet sich hier die Möglichkeit einer einjährigen Vollzeitausbildung zum Waldorflehrer in einer der niedersächsischen Ausbildungsschulen. Sie werden in dieser Zeit individuell und durchgängig begleitet von einem in der Erwachsenenbildung geschulten bzw. sich schulenden Lehrer, dem Ausbildungsbegleiter. Diese Schulung zum Ausbildungsbegleiter, die als konzeptionierter Lernweg mit einem geregelten Abschlussverfahren gleichfalls in der Praxis durchgeführt wird, ist etwas Neues im Ausbildungsbereich der Waldorflehrerbildung. Zusätzlich bildet eine Intervisionsgruppe den Rahmen zur Evaluation des eigenen Lernwegs und der Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbegleiter. Regelmäßig stattfindende Module dienen u. a. dem Kennenlernen und Erüben verschiedener Methoden des Erwachsenenlernens sowie der Verknüpfung menschenkundlicher und anthroposophischer Inhalte mit der Unterrichtsplanung und -duchführung.
Auf den folgenden Seiten finden Sie nun detailliertere Informationen zu unserem Leitbild und zu den Fragen der Professionalisierung der Ausbilder, der Lehrertrainee-Ausbildung, der Praxisforschung, der Arbeit an den anthroposophischen Grundlagen und zu dem sich entwickelnden Ausbildungsnetzwerk der freien Waldorfschulen in Niedersachsen und Bremen. |